J-Fiber Jena

Das Geheimnis, wie aus Gas eine Glasfaser wird

Willkommen zu unserer Führung durch die Glasfaserfertigung bei j-fiber. Hier erleben Sie die Umwandlung von Gas in Preformen und Glasfasern von höchster Reinheit und Gleichförmigkeit – die wichtigsten Kriterien für die spätere Leistungsfähigkeit der Faser, um Daten schnell und zuverlässig über weite Entfernungen zu übertragen.

Bevor wir unsere Fertigung betreten, ziehen wir uns Reinraumkleidung an, um die Sauberkeit der Fertigungsumgebung nicht zu beeinträchtigen. Wir werden dann unsere Glasfaser-Experten treffen: Hier arbeiten traditionelle Glasbläser zusammen mit Ingenieuren und Wissenschaftlern. Gemeinsam bringen sie ihr Handwerk, ihre Fähigkeiten und ihr Know-how ein in die Entstehung von Glasfasern auf Weltniveau.“

1. Prozeß-Schritt: Die Herstellung der Preform – Glas in reinster Qualität.

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Der erste Fertigungsschritt auf dem Weg zur Glasfaser ist die Herstellung ihrer Preform. Dazu wird Quarzglas aus gasförmigen Bestandteilen geschmolzen. Die so erzeugte Glasstruktur hat die für die Datenübertragung notwendige Reinheit, die von keinem anderen Glas oder anderem Herstellungsverfahren auch nur annähernd erreicht wird.

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Gasförmiges SiCl4 und GeCl4 wird in ein Glasrohr geleitet und geschmolzenes Glas wird an der Innenseite des Rohres abgelagert.




Wir erstellen zunächst die Primär-Preform. Das rotierende Quarzglasrohr wird über einer Flamme erhitzt und ein Gasgemisch aus SiCl4 und GeCl4 wird durchgeleitet. Es kommt zu einer chemischen Reaktion dieser Komponenten, in welcher Glaspartikel gebildet werden. Schicht um Schicht dieses Glases wird dabei auf der Innenseite des Rohres abgelagert und aufgeschmolzen.





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Die Primär-Preform wird für das Jacketing vorbereitet.


Das beschichtete Rohr wird anschliessend durch Kollabieren geschlossen und mit einem weiteren Rohr aus reinem Quarzglas ummantelt – ein Prozess, den wir Jacketing nennen. Kern und Ummantelung verschmelzen zur fertigen Preform.

2. Prozeß-Schritt: Ziehen der Faser – ein Phänomen der Gleichförmigkeit.

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Die fertige Preform wird nun vorbereitet für den Ziehprozess in den haushohen Ziehtürmen von j-fiber. Dafür wird die Preform an der Spitze des Turmes befestigt und in einem Ofen auf mehr als 2.000 Grad Celsius erhitzt. Mit dem Glastropfen startet der Ziehprozess. Ihm folgt die endlose, hochreine und mikrometerfeine Faser, die auf dem Weg in die Tiefe erkaltet. Zum Schutz wird die Glasfaser während des Ziehens mit einer 2-lagigen Acrylatschicht überzogen. Damit ist die Faser nun gegen Umwelteinflüsse geschützt und kann weiter in jedem beliebigen Kabel verarbeitet werden.

Die Faser hat jetzt ihren charakteristischen Durchmesser von 0,25 Millimetern, wahlweise auch 0.5 Millimetern, erreicht. Auf Spulen gewickelt gelangt die Faser weiter in die Qualitätskontrolle.


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Der Ziehprozess wird ständig überwacht und kontrolliert.

Es ist auch für uns immer wieder ein faszinierender Moment. Durch das gleichmäßige Erhitzen der Preform fließt das Glas so ab, dass die Struktur der Preform in der Faser erhalten bleibt – wenn auch geschrumpft auf den Bruchteil eines Millimeters. Eigentlich unglaublich: wenige Millimeter eines massiven Glaszylinders können auf das 300.000fache seiner Länge gezogen werden. Auf diese Weise lassen sich aus einer Preform mehrere hundert Kilometer Fasern herstellen.




3. Prozeß-Schritt: Tests und Kontrollen – Fasern in Spitzenqualität warten auf ihren Einsatz.

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Fasermessung



Bevor die fertige Faser unsere Produktion verlässt, muss sie zahlreiche Messprozeduren, Materialtests und Qualitätskontrollen erfolgreich bestehen.



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Am Schluss verlässt die Faser unsere Qualitätskontrolle - fertig für den Einsatz.




Hier sind wir am Ende unserer kurzen Führung angelangt. Wir hoffen, dass wir Sie in das Geheimnis der Verwandlung von Gas in Glasfasern einweihen konnten. Weitere Fragen zum Thema „Fibers made by j-fiber“ beantworten wir gern unter der Telefon-Nr.: +49-3641-352 100.

 

Kontakt

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